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Tandefliegen gehört sicher du einer der schönste Sportarten die es gibt. Wo sonst schwebst du so frei über der Erde, kannst dich tragen lassen, einfach frei und auch einfach nur wohl fühlen...
Wenn du dich also für einen Tandemflug interessierst, vielleicht sind dann die Infos, die wir für dich hier zusammengetragen haben, auch interessant.

Wie sicher ist Gleitschirmfliegen?

Eine Frage die 1000 Mal gestellt wurde - und auf die man ehrlich keine 100prozentige Antwort geben kann. Wenn man sich die die heutigen Konstruktionen und das Material der Gleitschirme ansieht, kann man sagen, dass die Sicherheit beim Gleitschirm in den letzten Jahre massiv gestiegen ist. Wie bei Autos gibt es auch bei den Gleitschirmen verschiedene Leistungs-und damit Sicherheitsklassen. Ein Sportwagen mit 500 PS ist komplexer zu beherrschen als ein Polo. Genauso ist es bei den Gleitschirmen. Aktuell unterscheidet man üblicherweise zwischen den Klasse A,B,C,D - früher waren es 1,2,3. Ist ein Gleitschirm mit A klassifiziert, dann verfügt wer über die maxiamale (passive) Sicherheit. Das heisst: Sollte ein Störung wie ein Einklapper passieren ist der Gleitschirm so konstruiert, dass er weder massiv zur Seite wegdreht noch der Pilot schnell und präzise eingreifen muss. Die meisten Herstellen raten bei diesen Schirmen und normalen Störungen sogar dazu, dass der Pilot in solch einem Fall für ein paar Sekunden die Steuerleinen freigibt. Der Schirm geht dann selbstständig in den Normalflug zurück. Bei einem Schirm der Klasse D wäre dies allerdings nicht klug, denn solche Schirme müssen aktiv geflogen werden und der Pilot schon Störungen im Ansatz erkennen, damit sie gar nicht erst auftreten.
Für den Notfall haben wir auch einen "Fallschirm" dabei, den wir auch Retter oder Rettung nennen. Unsere Rettungen werden laufend überpüft und gewartet - die natürlich unsere gesamte Ausrüstung. Im Notfall wirft der Pilot diesen Schirm aus dem Gurtzeug heraus. Dieser öffnet sich dann innerhalb von wenigen Sekunden, stabilisert Pilot und Passagier und beide gleiten dann zu Boden. Diese Situation ist bei Tandem-Gleitschirmflügen extremst selten. Aber für den Notfalls sind wir damit auch gerüstet.
Selbstredend ist, dass wir bei unseren Tandemflügen nur Schirme fliegen, die eine hohe und maximale passive Sicherheit haben. Außerdem sind bei uns alle Piloten exzellente Flieger - die meisten fliegen Schirme von A bis C und lassen es so gar nicht erst zu einer Störung kommen. Wer übrigens Tandem-Pilot werden möchte muss davor verschiedenste Tests durchlaufen. So stellt man sicher, dass nur die Passagiere mitnehmen dürfen die über überdurchschnittlich fliegerisches Können verfügen.
Kurz gesagt: Bei uns bist du in besten Händen.

Warum wird nicht gestartet wenn andere noch fliegen?

Zugegeben. Es kann einen wirklich depremierend sein wenn man als Gleitschirm-Tandem Passagier am Brauneck oder Wallberg steht, man sieht andere noch starten und der eigene Pilot entscheidet dass du und er nicht starten werden. Aber glaub uns: Dafür gibt es gut Gründe. Das kann zum Beispiel der Wind am Startplatz sein. Kommt er beispielweise stark seitlich kann man alleine noch einen Start versuchen, für einen Tandem-Gleitschirm ist das aber ein höhere Risiko. Und solche Risiken werden wir immer vermeiden wann immer es geht. Oder der Pilot erkennt, dass das Wetter innerhalb der nächsten Stunde umschlagen könnte. Piloten die alleine unterwegs sind, sind an Turbulenzen meist gewöhnt. Für einen Tandem-Gleitschirm-Passagier kann stark turbulente Luft nicht nur eine massive körperliche Belastung darstellen, sondern auch eine psychische. Und das ist es nicht wert. Schließlich sollst du am Landeplatz mit einem breiten Grinsen und nicht mir schlotternden Knieen stehen. Du siehst es gibt gute Gründe wenn wir nicht zusammen abheben. Aber wir wetten darauf, dass es dann beim nächsten Mal funktionieren wird.

Wie heisst es richtig?

Klar im Grunde ist es egal wie man was nennt - solange alle wissen was gemeint ist. Wer aber wissen möchte wie "wir" zu machen Sachen bei Gleitschirmfliegen sagen, der darf weiterlesen...
Was man ganz oft am Startplatz hört ist "Wie lange springst du denn schon?". Im Grunde grinst man immer, denn wenn, dann rennen wir eher wie der Teufel, aber im Grunde starten wir. Ein Sprung funktioniert auch mit dem Gleitschirm, Profis springen beispielsweise aus Fesselballonen, aber das ist eher die Ausnahme. Wir starten deshalb, da unsere Gleitschirme wenn sie sich mit Luft füllen ein flugfähiges Profil entwickeln und quasi zu einer Tragfläche werden. Und deshalb wird eben gestartet.
Wir hängen übrigens nicht an Seilen, sondern an Leinen. Und da gibt es ganz unterschiedliche Typen. Als Fangleinen werden zumeist Aramid- oder Dyneema-Leinen mit einem Kerndurchmesser von ca. 0,6 bis 2,0 mm verwendet. Diese Kunstfasern haben trotz dünnen Durchmessers eine hohe Reißfestigkeit. Bei den meisten Seriengeräten sind diese Leinenkerne durch eine weitere Textilummantelung vor UV-Licht und mechanischer Beanspruchung geschützt. Bei Wettkampfschirmen wird, zugunsten des geringeren Luftwiderstandes, häufig auf die Ummantelung verzichtet.Übrigens: Fangleinen sind die Leinen die die Galerieleinen von ganz oben mit den Stammleinen die nach ganz unten gehen verbinden. Hinten am Gleitschirm sind die Bremsleinen. Die hat der Pilot in der Hand und steuert damit den Gleitschirm.

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